Beschwerde zum Schöneggpark

Brugg: Die Neugestaltung des Schöneggparks verzögert sich wegen eines hängigen Beschwerdeverfahrens.
Die Realisierung des «neuen» Schöneggparks lässt auf sich warten. Als die Baubewilligung zum Projekt im Juli vorlag, wurde beim Regierungsrat im September fristgerecht dagegen Beschwerde erhoben. Und solange das Verfahren läuft, können die Arbeiten zur Aufwertung des Parks nicht beginnen.
Schon zuvor hatte es Verzögerungen gegeben. Im Juni 2022 hatte der Einwohnerrat einem Baukredit für die Neugestaltung des Schöneggparks zugestimmt. Im Rahmen der öffentlichen Auflage des Baugesuchs waren im Oktober 2024 jedoch drei Einwendungen eingegangen, deren Behandlung ihre Zeit brauchte. Ursprünglich war vorgesehen, das Projekt im Sommer oder Herbst 2025 umzusetzen – ein Projekt mit Baumhäusern, einem Blätterdach, einer Nestschaukel sowie gefiederten Holzpodesten in Blattform, einem Bereich für kleinere Kinder, einer Kletter- und Spielzone für ältere Kinder und Verweilplätzen zwischen den Zonen für die Erwachsenen. Es ist ein Projekt auch, das weniger oberirdische Parkpätze in der Umgebung vorsieht.
Entscheid in etwa einem Jahr
Wie gross die zeitliche Verzögerung der Neugestaltung des Schöneggparks aufgrund der Beschwerde sein wird, kann die Stadt derzeit nur schätzen. «Die Dauer des Beschwerdeverfahrens liegt nicht in unserer Hand», sagt Stadtschreiber Matthias Guggisberg auf Anfrage. «Nach heutigem Stand ist damit zu rechnen, dass der Entscheid des Regierungsrats in rund einem Jahr vorliegt.» Anschliessend bestehe die Möglichkeit, den Entscheid an das Verwaltungsgericht des Kantons und danach an das Bundesgericht weiterzuziehen. «Wie gross die Verzögerung insgesamt ausfällt, lässt sich deshalb nicht verlässlich abschätzen», so Guggisberg.
Bis es so weit ist, wird im Schöneggpark jedoch nicht Stillstand herrschen. Nachdem die beiden bestehenden Spieltürme im Juni aus sicherheitstechnischen Gründen gesperrt werden mussten, ist der Turm mit der gebogenen Rutschbahn unterdessen abgebrochen. Der zweite Spielturm wurde nach der Entfernung der Schaukeln wieder freigegeben.
Vogelnest kommt bereits jetzt
Gleichzeitig wird die im Rahmen der Neugestaltung geplante Vogelnestschaukel vorzeitig realisiert. Die Arbeiten sind für die kommenden Wochen vorgesehen.
Die Schaukel kann bei der späteren Umsetzung der Neugestaltung weiterverwendet werden, wie Matthias Guggisberg betont. Es handle sich also nicht um eine provisorische Massnahme, sondern um eine vorgezogene Investition in den künftigen Spielplatz.